Samstag, 21. April 2018, 20.20 Uhr

Quali-Aus in Xiamen, China

Via Hongkong ging unsere Reise nach Xiamen (China) an das FIVB 4*-Turnier. Das Schweizer Beachvolleyballkader war auf dem Flug mit vier Teams ziemlich gut vertreten (und somit auch schon fast alle Exit-Seats besetzt.. :)).
Den langen Flug verbrachten wir vor allem mit geschlossenen Augen. Sogar Nicole schaffte es, mehr als nur 4 Stunden zu schlafen. Dass das für Elena kein Problem ist, wissen ja einige von euch bereits..

Bis wir schlussendlich im bequemen Hotelbett lagen, war der Sonntag schon in den Montag übergegangen. Nach so langen Flügen und der damit verbundenen Zeitverschiebung ist es immer wichtig, schnell einen guten Rhythmus zu finden. Deshalb standen wir am Montagmorgen im Kraftraum, um unsere Gelenke und Muskeln durchzubewegen und kurz darauf auch in den Seitengässchen vor dem Hotel, um den Ball schon das erste Mal in die Hand zu nehmen.. bis uns wild gestikulierende Hotelköche aufgeregt weggescheucht haben :) Am Nachmittag stand dann auf dem Wettkampf-Venue das erste Training mit Kanada auf dem Programm. 

Auch am Dienstag standen wir im Kraftraum, um unser Vorwettkampfprogramm zu absolvieren und dem Körper ein gutes Gefühl für das bevorstehende Turnier zu geben. Am Nachmittag stand das Abschlusstraining mit den Tschechinnen an, welches viele Spielsituationen beinhaltete.
Das Los teilte uns die Japanerinnen Futami/Hasegawa als Gegnerinnen zu. Ein Team, welches mit wenig Eigenfehlern spielt, aber sicher in unserer Reichweite liegt. 

Gameday! Voller Siegeshunger bereiteten wir uns auf das Spiel vor. Leider starteten wir jedoch von beginn weg etwas verkrampft in die Partie. Vielleicht lag es am Wind, der uns Mühe bereitete, vielleicht aber auch daran, dass wir doch so gerne ein gutes Spiel zeigen wollten. Doch der Knopf wollte nicht ganz aufgehen und wir fanden nicht in unseren Rhythmus. Die Japanerinnen zogen wie erwartet ein solides Spiel auf und entschieden den ersten Satz mit 21-17 für sich. Im zweiten Satz gelang uns ein besserer Start. Wir machten unsere Punkte aus der Annahme und konnten auch den Gegner etwas mehr unter Druck setzen. Mit zwei Serviceassen von Elena konnten wir sogar 14-8 in Führung gehen. Doch Punkt für Punkt kamen die Japanerinnen wieder näher. In diesem Moment haben uns die Ungenauigkeiten, die sich durch das ganze Spiel hinwegzogen, den Satz gekostet. Mit 21-19 ging auch der zweite Satz an Japan und somit war das Spiel und das Turnier für uns gelaufen.

Die Enttäuschung nach dem Spiel war sehr gross. Es ist immer hart, so weit zu reisen und dann seine Leistung nicht abrufen zu können. Aber so ist der Sport nun mal - weiter trainieren und Fokus auf das nächste Turnier legen! :)

Nach einem kurzen Stopp in Hongkong sind wir heute wieder in der Schweiz gelandet und freuen uns auf eine Woche in der sommerlichen Schweiz, bevor es am 29. April weiter ans 3*-Turnier in die Türkei, nach Mersin geht. 

Bild: © FIVB