Donnerstag, 1. März 2018, 14.00 Uhr

Knappes Quali-Aus in Fort Lauderdale

Unsere Ankunft am Samstagabend in Florida verlief reibungslos - zumindest für die eine Hälfte unseres Teams. Auf Grund eines technischen Defekts des Shuttle-Busses mussten Elena und Dunja nach Touch Down des 10-stündigen Flugs von Barcelona nach Fort Lauderdale eineinhalb Stunden im Flugzeug warten. Das hat man davon, wenn man als letzte aussteigt.. If you snooze, you lose!
Umso schneller verlief nachher dafür die Einreisekontrolle, was ja auch nicht immer garantiert ist.. :)

Die nächsten zwei Tage hiess es, sich an das feuchte Klima zu gewöhnen und vor allem den starken Wind zu unserem Freund zu machen. Im ersten Training am Sonntag ist uns dies noch nicht wirklich gelungen - den Ball dorthin zu spielen, wo wir wollen und nicht, wo der Wind ihn hintreibt, ist keine einfache Aufgabe. In den darauffolgenden Trainings mit Estland und Kanada haben wir das Ganze aber in den Griff gekriegt und warteten somit am Montag Abend nach dem Technical Meeting gespannt auf die Auslosung unserer Gegner vom Dienstag. ‚USA‘ hiess unser Los. Mit Day/Hochevar standen uns zwei erfahrene Spielerinnen bevor, welche bereits einiges erreicht haben. Keine einfache Aufgabe also.

Gemeinsam mit unseren Coaches haben wir die Gegner studiert, um uns optimal auf ihr Spiel einzustellen und unseren Gameplan auszugrübeln.
Anpfiff war morgens um 9. Von Beginn weg harmonierten wir gut und konnten die besprochene Taktik in Block/Defense gut umsetzen. Im ersten Satz vermochten wir jedoch im Aufschlag nicht genügend Druck auszuüben und gaben den Satz nach gutem Start mit 21:14 ab.
Mit vielen guten Serviceaktionen, einer soliden Sideoutleistung und auch einigen Block-/Defensepunkten konnten wir das Momentum auf unsere Seite spielen und gewannen den zweiten Satz mit 21:15. Nun kam es also zum Entscheidungssatz. Vieles machten wir richtig, uns unterliefen aber ein paar Fehler zu viel und liessen die nervösen Amerikanerinnen mit einem guten Vorsprung davonziehen. Mit einer 15:12 Niederlage mussten wir uns aus dem Turnier verabschieden.

Eine schmerzhafte Niederlage - nach einer ausgiebigen Analyse blicken wir heute aber auch mit positiven Gefühlen auf das Spiel zurück . Wir konnten viel aus dem Spiel mitnehmen und wissen, woran wir arbeiten müssen.

Die verbleibenden Tage in Fort Lauderdale verbrachten wir nicht etwa auf dem Badetuch am „sünnele“, sondern nutzten die Bedingungen vor Ort und absolvierten Trainings und Trainingsspiele mit/gegen Spanien, Neuseeland und Österreich.
Bevor wir am Freitag zurück in die Schweiz flogen sind wir mit einigen Spielern aus dem Kader am Donnerstag Abend nach Miami gefahren und haben uns das NBA Spiel Miami Heat vs Lakers angeschaut. Eindrücklich!

Bild: © Karim Levy